Morten Ramsland | SUMOBRÜDER

DK 2010 | 320 Seiten
OT: »Sumobrødre«
btb Verlag
ISBN: 978-3-442-74459-6

INHALT:  In einem Vorort von Odense (mit dem irreführenden Namen Paradiesgarten) ist die Hölle los. Die Geschichte spielt in den frühen 1980ern und handelt vom halbstarken Lars und seinen Freunden und Feinden, die sich pausenlos bekriegen, verprügeln, verarschen und demütigen. Von den Eltern ist keine Hilfe zu erwarten; die haben ihre eigenen Probleme zu bewältigen. Hinzu kommt die aufkeimende Pubertät mit all ihren verwirrenden Gefühlen. Alles nicht leicht unter einen Hut zu bringen, aber wer im Paradiesgarten Schwäche zeigt, geht unter.

FORM:  Ramsland hat vor ein paar Jahren mit HUNDSKÖPFE einen grandiosen Familienroman vorgelegt. SUMOBRÜDER dagegen fährt literarisch eher auf halber Kraft. Die Kapitel sind eine Aneinanderreihung von kurzen Episoden voller Gewalt und Ekel. Das fängt alles ganz witzig an, über Mit-Fröschen-Tennis-Spielen und Auf-Nachbars-Petersilie-Kacken kann man schon gut lachen. Allerdings wendet sich das Blatt schon bald, die Szenen werden ernster und härter, und das Lachen ist einem dann schon lange vergangen. Trotz den durchaus gelungenen Beschreibungen und Charakteren, nutzt sich das System nach einer Weile ab. Mit jedem Kapitel wird noch eine Schippe draufgepackt, noch ein Gang höher geschaltet, das störte mich ab der Hälfte irgendwie.

FAZIT: Kein großer Wurf. Ich vergebe drei Sterne.

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