Georges Simenon | DIE KATZE

F 1967 | 200 Seiten

Ja! Besser, viel besser! Zwischen DIE VERLOBUNG DES MONSIEUR HIRE und DIE KATZE liegen über dreißig Jahre unermüdliche Schreibarbeit (Simenon hat in seiner aktiven Zeit rund 200 Romane geschrieben). Dieses kleine Kunstwerk hier ist der beste Beweis für sein Können.

INHALT: Émile und Marguerite Bouin, beide über siebzig, haben sich erst vor ein paar Jahren kennen gelernt und aus einer Laune heraus geheiratet. Sie hätten es besser lassen sollen, denn schnell erkennen sie, dass sie nicht zueinander passen. Aus anfänglich leichten Streitigkeiten werden schnell zynische Beleidigungen und bösartige Übergriffe. Als Émiles Katze vergiftet wird, verdächtigt er Marguerite und vergreift sich an ihrem Papagei, der daraufhin stirbt. Ab da an ist die Ehe der Bouins ein waschechter Stellungskrieg im eigenen Haus. Im Klappentext heißt es sehr passend: »Eine solche Beziehung ist keine Hassliebe mehr – das ist Hass.« Die Fronten verhärten sich und die beiden bleiben erbitterte Feinde, bis der Tod an die Tür klopft.

FORM: DIE KATZE ist ein psychologisches Kammerstück, das mit wenigen Personen und Schauplätzen bestens auskommt. Die Sprache ist einfach aber exakt. Es gibt wunderbar weise Sätze, man könnte fast sagen, das Buch ist nicht geschrieben sondern komponiert. DIE KATZE wurde auch mehrmals verfilmt; hab ich nicht gesehen, hol ich aber nach.

FAZIT: Grandios, lesenswert – fünf Sterne.

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