Georges Simenon | DAS BLAUE ZIMMER

F 1964 | 175 Seiten

Simenon erzählt die Geschichte einer Affäre, die in einer Tragödie gipfelt, gewohnt meisterhaft, mit vielen Vor- und Rückblenden. Die Charaktere sind sind exakt beschrieben, ihre Taten und Gedanken nachvollziehbar. Das einzige, was mich gestört hat, waren die klischeehaften Rollenbilder: Der Mann bringt das Geld nach Hause und darf regelmäßig mit seinen Trieben Gassi gehen; die Frau hält Haus und Hof sauber und kümmert sich ums Essen. Wobei man hier natürlich berücksichtigen muss, dass der Roman schon fünfzig Jahre auf dem Buckel hat; da war das ländliche Nordfrankreich wohl noch nicht so weit. Ansonsten klare Leseempfehlung – vier Sterne.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s