Karl Ove Knausgård | STERBEN

N 2009 | 575 Seiten

»Für das Herz ist das Leben einfach: Es schlägt, solange es kann.« (Seite 7)

INHALT: Knausgård beschreibt in diesem biografischen Roman das lieblose Verhältnis zu seinem Vater, das von Herzenskälte, Demütigung und Alkoholismus bestimmt war. Als er mit 30 vom Ableben seines Vaters erfährt, trifft er sich mit seinem Bruder um den Nachlass aufzulösen. Dieser Akt fördert längst vergessen geglaubte Erinnerungen zutage, die ihn in all ihrer Wucht treffen.

FORM: Knausgård schreibt ohne den Anspruch auf Kunstfertigkeit oder Poesie, völlig trocken und nüchtern. Gerade dieser Stil macht das Gelesene so realistisch und glaubhaft. Ein reiner Bericht: ernst, ehrlich, traurig. STERBEN ist der erste von sechs biografischen Romanen, die in Deutschland zurzeit (mit ein paar Jahren Verspätung) verlegt werden. Die nächsten Bände LIEBEN, SPIELEN und LEBEN sind bereits veröffentlicht, die letzten beiden folgen. Der Titel der norwegischen Originalausgaben MEIN KAMPF ist ebenso provozierend wie passend: Leben heißt Kämpfen, wer etwas anderes denkt, sollte die Augen öffnen.

FAZIT: Mit Sicherheit nicht mein letzter Knausgård; selten hat mich ein Roman so sehr bewegt – Fünf Sterne.

2 Gedanken zu “Karl Ove Knausgård | STERBEN

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