Andreas Maier | DIE UNIVERSITÄT

D 2018 | 144 Seiten
Suhrkamp Verlag
ISBN: 978-3-518-42785-9

Die Universität macht zum ersten Mal Semesterferien, es ist wieder Frühling, und ich packe meinen Rucksack. (Seite 9)

Nach Italien soll es gehen, in die Sonne, ins Land der Zitronen und Orangen, doch irgendeine Kraft zieht ihn stattdessen ins beschauliche Butzbach in der Wetterau. Denn hier wohnt und arbeitet die Buchhändlertochter, die er schon seit der Schulzeit nicht mehr gesehen hat und in die er immer noch ein bisschen verschossen ist.Weiterlesen »

Andreas Maier | DER KREIS

D 2016 | 147 Seiten
Suhrkamp Verlag
ISBN: 978-3-518-42547-3

Der Kreis hat keinen Anfang und kein Ende, kein Vorne und kein Hinten, und wenn man ihn als Band zur Möbiusschleife bindet, auch kein Innen und kein Außen. (Seite 9)

Der fünfte Teil der Ortsumgehung (Aber sagt man beim Straßenbau statt Teil nicht besser Abschnitt?)  führt uns durch Maiers Schulzeit. Vier Begebenheiten hat der Autor aus seinem Fundus an Erinnerungen ausgewählt, um sie mit gebührendem Abstand von mehreren Jahrzehnten noch einmal genauestens unter die Lupe zu nehmen.Weiterlesen »

Andreas Maier | DER ORT

D 2015 | 154 Seiten
Suhrkamp Verlag
ISBN: 978-3-518-42473-5

[…] und dieses Werk wirst du Ortsumgehung nennen, benannt nach der Ortsumgehungsstraße, mit der sie deine Heimat jetzt umgehen und auf der immer noch nicht gefahren wird […] (Seite 9)

INHALT: Der junge Andreas wird erwachsen. Es ist die Zeit der Partys, der ersten Freundinnen und der Rebellion gegen die Eltern. Aber auch diese Wege müssen erst vorsichtig auf ihre Trittfestigkeit geprüft werden. Es ist also auch eine Zeit des Ausprobierens und der Entwicklung. Es ist diese Zwischenphase – nicht mehr ganz Kind, aber auch noch nicht richtig erwachsen – in der Andreas steckt. Die Mädchen machen ihn wuschig, besonders Katja hat es ihm angetan. Er probt Posen und macht sich Gedanken, wie er bei anderen wirkt; fühlt in sich neue Regungen, sexueller Natur, renitenter Natur. Und aus dem Kessel mit den Hormonen dampft und blubbert es fröhlich weiter.Weiterlesen »

Andreas Maier | DIE STRASSE

D 2013 | 194 Seiten
Suhrkamp Verlag
ISBN: 978-3-518-42395-0

Die Straße entlang standen die anderen Häuser. Jedes dieser Häuser war mir unbekannt, eine fremde Welt, verschlossen durch die Eingangstür. Was dahinter geschah war für mich unvorstellbar. (Seite 9)

INHALT: Nach dem ZIMMER und dem HAUS führt uns die Ortsumgehung diesmal in die Phase der sexuellen Orientierung, in den Abschied von der Unschuld. Die Mädchen erkunden ihre Körper bei Doktorspielen und werden von der Bravo vorkonditioniert, wie so ein Sexleben auszusehen hat. Die Jungs bringen sich das komplette Fach- und Kraftvokabular über die weiblichen Geschlechtsteile bei, ohne auch nur annähernd zu wissen, wie es unter den Röckchen aussieht. Die Väter beschützen ihre Töchter vor dem sagenumwobenen Schwarzen Mann, predigen ein keusches Leben, können aber bei den Töchtern anderer Väter auch nicht wegschauen. Und die Mütter verstehen die Welt nicht mehr, denn zu ihren Zeiten hat es so etwas noch nicht gegeben – was auch immer so etwas sein mag.Weiterlesen »

Andreas Maier | DAS HAUS

D 2011 | 165 Seiten
Suhrkamp Verlag
ISBN: 978-3-518-42266-3

Das Haus meiner Kindheit war groß und leer. (Seite 9)

INHALT: Im zweiten Band seines autobiografischen Großwerks ORTSUMGEHUNG nimmt Andreas Maier uns mit in seine Kindheit und die ersten Schuljahre bis in die Mitte der Siebziger. Andreas ist ein stilles Kind, die ersten Jahre redet er überhaupt nicht, ist mutistisch. Von anderen Kindern hält er sich fern, dem Kindergarten verweigert er sich sogar so, dass die Eltern ihn zu Hause lassen. Auch in der Schule bleibt Andreas ein Außenseiter. Er ist zwar ein guter Schüler, wird aber gehänselt und sucht stets die sichere Nähe zu den Lehrern, was ihm noch mehr Spott einbringt.Weiterlesen »

Andreas Maier | DAS ZIMMER

D 2010 | 203 Seiten
Suhrkamp Verlag
ISBN: 978-3-518-42174-1

Das Zimmer meines Onkels J. liegt im ersten Stock links zur Uhlandstraße hin, direkt gegenüber dem Badezimmer, das mein Onkel wahrscheinlich gar nicht benutzen durfte. (Seite 7)

INHALT: Das idyllische Bad Nauheim in der Wetterau, ein paar Kilometer nördlich von Frankfurt am Main, ist 1969 ein verschlafenes Nest und J., der Onkel des Ich-Erzählers, ein verschlafener Zeitgenosse. Seine schwierige Geburt ließ ihn »mit einem Bein im Paradies stehen« und so irrt er als 39-jähriges Kind staunend durch eine Welt die stark im Wandel begriffen ist. Autos für jedermann, Menschen auf dem Mond – alles kaum zu fassen, besonders mit einem so geringen Fassungsvermögen.

Wir lernen Onkel J. bei einem ganz gewöhnlichen Tagesablauf kennen, pendeln mit ihm zur Arbeit nach Frankfurt, beobachten ihn bei den Frauen im Rotlichtviertel, begleiten ihn auf seinen nachmittäglichen Botengängen für die Familie und später dann auf dem Weg zu seiner Stammwirtschaft, wo er sich für den harten Tag belohnen darf, und erkennen: Onkel J. ist ein Idiot, ein soziales Opfer mit fragwürdigen Vorlieben und gefährlichem Hang zur Unterwerfung (was sein komplettes Umfeld auch ausnutzt). Aber er ist auch wunderbar unschuldig, will einfach nur ein wenig Anerkennung und geht in seiner Einfalt den steinigen Weg immer und immer weiter.Weiterlesen »