Gerald Murnane | DIE EBENEN

AUS 1982 | 152 Seiten
OT: »The Plains«
Aus dem Englischen von Rainer G. Schmidt
Bibliothek Suhrkamp
ISBN: 978-3-518-22499-1

Vor zwanzig Jahren, als ich erstmals auf den Ebenen eintraf, hielt ich die Augen offen. Ich suchte in der Landschaft etwas, das auf eine vielfältige Bedeutung hinter den Erscheinungen hinwies. (Seite 9)

INHALT: Ein Mann erinnert sich an eine lang zurückliegende Reise in die Ebenen, dem sagenumwobenen Outback Australiens, dort wo nichts ist und doch alle einen tieferen Sinn, eine Art inneren Geist des Landes zu sehen glauben. Der Mann, damals ein aufstrebender Filmemacher, will sich vor Ort Notizen für ein Drehbuch machen und Eindrücke für einen Film sammeln, in dem er genau diese verborgene Schicht, diese Ebene hinter den Ebenen, zu zeigen beabsichtigt. In der größten Siedlung der Ebenen angekommen, merkt er schnell, dass die Bewohner der Ebenen, die Plainsleute, sehr empfänglich sind für alle Arten von Kunst und Wissenschaft, die sich mit den tieferen Geheimnissen der Ebenen beschäftigen. Ein Grundbesitzer findet besonderen Gefallen an dem Filmprojekt und lädt den jungen Mann auf sein Anwesen ein, um dort die Arbeit zu vertiefen. Doch anstatt die die endlosen Weiten einzufangen, verliert dieser sich in der riesigen Bibliothek seines Gönners, die vor Kunst und Wissenschaft über die Ebenen fast überquillt. Die wahren Ebenen bleiben unberührt – dort ist nichts, dort war nichts und dort wird wohl auch nie etwas sein.Weiterlesen »