Thomas Mann | DER ERWÄHLTE

D 1951 | 252 Seiten

INHALT: Thomas Manns vorletzter Roman DER ERWÄHLTE spielt im Mittelalter und handelt von den seltsamen Lebens- und Leidenswegen des Titelhelden Gregorius. In Sünde gezeugt (seine Eltern waren Geschwister – Pfui!), wird er als Säugling auf dem Meer ausgesetzt und von einem Inselfischer gefunden. Seine Kindheit und Jugend verbringt er in einer Pflegefamilie, die er für seine eigene hält, und unter den Fittichen des ansässigen Abtes, der ihn nach siebzehn Jahren über seine Herkunft aufklärt. Völlig irritiert und entrüstet macht sich Gregorius auf, seine Eltern zu finden. In seiner Heimatstadt Brügge verliebt er sich in die dortige verwitwete Herzogin, nimmt sie zur Frau und zeugt zwei Töchter. Doch die Herzogin (wie soll es anders sein?) ist seine Mutter – Doppelpfui! Als die beiden ihre Sünde erkennen, fliehen sie in extreme Buße: Die Mutter/Gattin/Tante geht in die Ferne und pflegt Kranke; der Sohn/Gatte/Neffe lässt sich auf einer winzigen, kahlen Insel anketten und verharrt in absoluter Einsamkeit weitere siebzehn Jahre lang. Dort verkommt er zu einer Art Gollum.Weiterlesen »