Benedict Wells | HARD LAND

CH 2021 | 343 Seiten
Diogenes
ISBN: 978-3-257-07148-1

In diesem Sommer verliebte ich mich, und meine Mutter starb.

(Seite 11)

Sam ist fünfzehn und sitzt seine Jugend in einem kleinen Kaff in Missouri ab. Seine Mutter liegt wegen eines schweren Krebsleidens im Sterben, mit seinem Vater, der die schwierige Situation auch eher schlecht als recht verkraftet, wechselt er kaum ein Wort und die große Schwester hat sich schon vor Jahren nach L.A. verdrückt. Richtige Freunde hat Sam auch nicht, der einzige Junge, der ihm etwas bedeutete, ist vor einiger Zeit mit seinen Eltern weggezogen, und der folgende Briefverkehr ist nach wenigen Wochen eingeschlafen. Nun stehen die Sommerferien vor der Tür und es gibt nichts zu tun. Deshalb – und damit seine Eltern ihn nicht bei Verwandten unterbringen – nimmt Sam einen Job im örtlichen Kino an.

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Maria Popova | FINDUNGEN

USA 2019 | 896 Seiten
OT: »Figuring«
Aus dem Amerikanischen von Stefanie Schäfer,

Heike Reissig und Tobias Rothenbücher
Diogenes Verlag
ISBN: 978-3-257-07127-6

Alles, einfach alles […] wurde vor 13,8 Milliarden Jahren aus einer Singularität zum Leben erweckt, einer einzigen Quelle, nicht lauter als die Eröffnung von Beethovens Fünfter Sinfonie und nicht größer als der Punkt über dem kleinen i des Ichs, das von seinem Sockel gestoßen wurde.

(Seite 13f.)

Was haben die Astronomin Maria Mitchell, die Schriftstellerin Margaret Fuller, die Bildhauerin Harriet Hosmer, die Dichterin Emily Dickinson und die Biologin Rachel Carson gemeinsam … außer dass sie US-Amerikanerinnen waren und zu den bedeutendsten Frauen in Wissenschaft, Kunst und Literatur der letzten zweihundert Jahre zählen? Sie alle sind die Hauptfiguren der Mehrfach-Biografie FINDUNGEN der bulgarisch-amerikanischen Kritikerin Maria Popova (*1984).

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Joey Goebel | IRGENDWANN WIRD ES GUT

USA 2019 | 313 Seiten
OT: »I Know It’s Going to Happen for You Someday«
Aus dem Amerikanischen von Hans M. Herzog
Diogenes
ISBN 978-3-257-07059-0

Wie bei seinem heiligen Ritual üblich, bereitete Anthony Dent kurz vor sechs Uhr abends einen Bourbon mit Wasser für sich und die Frau, die er liebte, der er aber noch nie begegnet war. (Seite 9)

In der Kleinstadt Moberly, einem fiktiven Kaff in Kentucky, ist nichts so unerschöpflich wie die Langeweile. Nur wenige verirren sich dorthin – jeder will von dort weg. Moberly ist die Stadt der Verlierer, derer, die nichts gebacken kriegen und vom Leben nichts weiter erwarten, als dass es irgendwann vorbei ist. Vielleicht ein paar schöne Momente und möglichst wenig Leid – mehr ist hier nicht zu holen.Weiterlesen »

Georges Simenon | SCHLUSSLICHTER

F 1953 | 205 Seiten

INAHLT: Es geht um Steve und Nancy (verheiratet, Anfang dreißig), die sich im Auto von New York aus aufmachen, um ihre Kinder aus einem Feriencamp in Maine abzuholen. Bei den beiden hat sich der triste Alltag schon dermaßen negativ ins Gefühlsleben eingefressen, dass sich Steve nur noch mit jeder Menge Alkohol über Wasser zu halten weiß. Auf halber Strecke kommt es wegen Kleinigkeiten zum handfesten Streit zwischen den beiden. Nancy verlässt Steve und fährt mit dem Bus weiter; Steve gibt sich in einer Highway-Bar ordentlich die Kante. Die Ereignisse spitzen sich zu, als ein entflohener Häftling Steves Zustand zur weiteren Flucht ausnutzt. Aber auch Nancy kommt nicht beim Feriencamp an. Alles steuert auf eine große Tragödie zu … Aber ich will nicht zu viel verraten.Weiterlesen »